„Agilität“ ist als Begriff bereits in aller Munde. Das bedeutet jedoch nicht, dass sich jeder etwas darunter vorstellen geschweige denn agil handeln kann. Insofern ist es notwendig, Führungskräfte und Mitarbeiter gleichermaßen an den Begriff heranzuführen und Agilität als Mindset im gesamten Unternehmen zu implementieren. Eine agile Unternehmenskultur trägt nur Früchte, wenn alle an einem Strang ziehen und sich konsequent verbessern wollen.
Verbissene Einzelkämpfer sind in agilen Unternehmen nicht erwünscht. Projekte werden in sich selbst organisierenden Teams umgesetzt. Jeder Einzelne ist sich seiner fachlichen Zuständigkeit bewusst und übernimmt Verantwortung für notwendige Aufgaben, die seinem Fachbereich entsprechen. Führungskräfte begegnen ihren Mitarbeitern auf Augenhöhe und verstehen sich als Koordinatoren und Moderatoren für Projekte sowie als Coaches für ihre Mitarbeiter.
Das Team definiert Ziele und erarbeitet Leitgedanken, die ständig präsent sind. Es gilt, jeden Einzelnen zu motivieren: Das Team wird durch eine gemeinsame Vision geeint. Im Optimalfall ist eine Kontrolle durch Vorgesetzte dann gar nicht mehr nötig, weil jeder eigenverantwortlich und mit vollem Einsatz auf die Unternehmensziele hinarbeitet.
Einer der ersten Schritte hin zur agilen Unternehmenskultur muss also sein, die Mitarbeiter intrinsisch zu motivieren. Ist dieser Schritt erst einmal getan, sollte es Führungskräften leichtfallen, mehr Verantwortung auf das Team zu übertragen, weil sie sicher sein können, dass alle an einem Strang ziehen. Führungskräfte, denen die Übertragung von Verantwortung dennoch schwerfällt, müssen lernen, dem Team gegenüber eine Vertrauenshaltung aufzubauen. Dabei kann der ständige Dialog mit den Mitarbeitern helfen.
Agile Teams müssen sowohl nach außen als auch nach innen hin transparent sein, um Projekte bestmöglich umsetzen zu können. Für Führungskräfte und die Mitglieder anderer Teams muss klar ersichtlich sein, auf welchem Stand das Projekt momentan ist. Funktionierende Feedbackmechanismen müssen eingerichtet werden, damit konstruktive Kritik als Auslöser für Prozessverbesserungen fungieren kann.
Auch nach innen hin muss das Team transparent sein. Jedes Team-Mitglied muss seine persönlichen Aufgaben sowie die Aufgaben der anderen Team-Mitglieder kennen, damit die Zusammenarbeit untereinander reibungslos vonstattengehen kann. Beispielsweise bieten sich regelmäßige Kurztreffen an, bei denen bereits erzielte Projekt-Fortschritte und alle weiterführenden Schritte besprochen werden, damit immer alle auf dem neusten Stand sind.
In agilen Unternehmen hat jeder Mitarbeiter ein Interesse daran, interne Prozesse immer weiter zu verbessern. Das kann nur gelingen, indem abgeschlossene Projekte oder Projektschritte dokumentiert werden. Im Rahmen von Retrospektiven werden diese Projekte oder Projektschritte dann besprochen und man überlegt gemeinsam, was gut funktioniert hat, was weniger gut funktioniert hat und wie man die Abläufe verbessern könnte.
Fehlertoleranz ist im Rahmen dieser Retrospektiven ein wichtiges Stichwort. Es geht nicht etwa darum, einen Schuldigen zu finden oder den Fokus auf die Dinge zu legen, die schiefgegangen sind. Im Gegenteil: Fehler werden als Chance gesehen, Prozesse nachhaltig zu verbessern und sich als Team, Abteilung oder gar Unternehmen weiterzuentwickeln.
Bei diesen Retrospektiven können festgelegte Kennzahlen sehr hilfreich sein. Diese Kennzahlen sollten vor Projektbeginn besprochen werden, damit sie von allen nachvollzogen werden können. Sie dienen dann als Marken, anhand derer die Entwicklung und die Effektivität von Prozessen gemessen werden kann.
Um den Kundennutzen zu maximieren, arbeiten viele agile Unternehmen iterativ: Der Kunde wird von Beginn an aktiv in das Projekt eingebunden und bekommt immer wieder Zwischenergebnisse geliefert, zu denen er sich äußern kann. Dadurch kann sichergestellt werden, dass das Team umgehend auf sich verändernde Rahmenbedingungen des Projekts oder auf Kritik des Kunden reagieren kann. Fehler können frühzeitig erkannt und behoben werden.
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